Torten & Törtchen

Der genialste Banoffee Pie (perfekt, wenn es einmal schnell gehen muss)

Kennt ihr Kondensmilch? Wahrscheinlich zumindest schon mal davon gehört. Aber ich wette, karamellisierte Kondensmilch habt ihr noch nicht probiert – und damit ordentlich was verpasst! Denn während dieser Toffeetraum pur schon unglaublich schmeckt, kann aus ihm etwas gemacht werden, was besser, schneller und einfacher nicht sein könnte. Alles was ihr dafür braucht sind ein paar Bananen, Schlagobers, Schokolade und ein knuspriger Keksboden – und keine 20 Minuten später habt ihr ihn dann, diesen genialen Kuchen namens Banoffee Pie.

 

Entdeckt habe ich das Rezept vor zwei Jahren auf Küchenpoesie und es euch hier mit einer winzig kleinen Änderung (etwas mehr Butter, damit sich der Boden besser schneiden lässt) zusammengeschrieben.  Er ist super einfach gemacht und sogar no-bake – das heißt, ihr braucht nicht einmal ein Backrohr. Probiert ihn unbedingt aus!

Zutaten Banoffee Pie

250g Haferkekse (z.B. von wasa)

100g Bio-Butter

400g Dose karamellisierte Kondensmilch*

3-4 große Bio-Bananen (circa 550g mit Schale)

250g Bio-Schlagobers

8g Vanillezucker (1 Packung)

50g Schokolade (60-85%)

Zubereitung Banoffee Pie

Bevor ihr mit der Zubereitung des Keksbodens beginnt, schnappt euch eine circa 26cm große Springform und legt deren Boden mit Backpapier aus (einfach mit dem dazugehörigen Springformring einklemmen). Dann die 100g Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und währenddessen die 250g Haferkekse zerkleinern. Das gelingt besonders einfach mit einem leistungsstarken Multizerkleinerer/Food Processor, aber auch genauso gut mit einem Gefrierbeutel und einem Nudelwalker (oder einem ähnlichen, schlagtauglichen Gegenstand): einfach ein paar Kekse in den Gefrierbeutel geben und so lange mit dem Walker draufklopfen, bis ihr lauter feine Brösel habt. Die füllt ihr dann in eine Schüssel und wiederholt den Vorgang so lange, bis alle Kekse fein zerkleinert sind.

Als nächstes mischt ihr die Brösel mit der geschmolzenen Butter bis alles schön feucht ist und gebt sie in eure vorbereitete Springform. Kurz verstreichen, damit sie gleichmäßig verteilt sind und dann mit der Unterseite eines Glases leicht festdrücken – der Keksboden soll gut zusammenhalten, aber nicht so stark komprimiert werden, dass er sich nachher nicht mehr schneiden lässt. Im Idealfall gebt ihr den Keksboden jetzt zum Festwerden 10 Minuten in den Tiefkühler, ansonsten gut 30-60 Minuten in den Kühlschrank. Wichtig ist, dass die Butter kalt wird; sonst lässt sich die klebrige Toffeemasse nicht verstreichen (ohne dass der Boden zerstört wird).

Ein Stück Banoffee Pie besteht aus einem hellbraunen Hafterkeksboden, einer verführerischen Karamellschicht, jeder Menge Bananen und einem feinen Schlagobers-Schokostreusel-Häubchen. Zum Anbeißen!

Währenddessen könnt ihr schon mal die 50g Schokolade mit einer groben Reibe raspeln (Kleiner Tipp: wenn ihr vorher eure Hände mit eiskaltem Wasser abwascht, schmilzt die Schokolade nicht ganz so schnell). Dabei bleibt natürlich das letzte Stückchen übrig (außer ihr haltet Fingerkuppen für überbewertet^^), aber schließlich braucht man als fleißiger Bäcker ja auch mal einen Snack. 😉

Stehen die Schokoladeraspeln bereit, nehmt 250g Schlagobers und das Packerl Vanillezucker zur Hand und schlagt es steif. Dann könnt ihr auch schon die 400g Dose mit der karamellisierten Kondensmilch öffnen und zwei Löffel bereitlegen. Sobald der Boden fest genug (= schön kalt) ist, nehmt die Form aus dem Tiefkühler/Kühlschrank und verteilt mit den zwei Löffeln die Kondensmilch darauf. Glattstreichen lässt sie sich am besten mit einem Spatel, oder alternativ auch mit der Löffelrückseite.

Sobald die Toffeeschicht halbwegs gleichmäßig auf dem Keksboden verteilt ist, könnt ihr die 3-4 Bananen in etwa ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden und sie gleichmäßig (und eventuell mehrlagig) darauf schichten. Zum Schluss nur noch das gezuckerte Schlagobers darauf verstreichen und nach Herzenslust mit Schokoraspeln garnieren.

Je nachdem wie geduldig (oder spät dran) ihr seid, gönnt ihr dem Banoffee Pie jetzt noch einen etwa einstündigen Aufenthalt im Kühlschrank. Dort wird die Kondensmilch nämlich fest(er) und ist dadurch stabiler, sobald ihr den Pie aus der Form befreit. Wer nicht mehr warten kann (also ich, 90 Prozent der Fälle, wenn ich dieses Rezept mache), nimmt einfach gleich ein stumpfes Messer und löst den Kuchen damit vom Rand der Springform. Dafür einmal am Innenrand entlangfahren und dann den Klemmverschluss langsam öffnen, bevor ihr den Ring abhebt. So quillt zwar etwas dieser göttlichen Toffeemasse zu allen Seiten heraus, aber aus Erfahrung haben die Glücklichen, denen ihr diesen Kuchen serviert, sowieso andere Prioritäten, als dessen einwandfreie Optik – zum Beispiel die Sicherung eines zweiten Stücks, sobald sie einen Bissen davon probiert haben. 😛 Soll es trotzdem etwas hübscher sein, lasst ihn eben eine Zeit rasten, bevor ihr ihn aus der Form löst und zieht ihn dann entweder mit dem Backpapier rüber auf eine schöne Servierplatte oder schiebt alternativ zwei breite Küchenmesser zwischen Keksboden und Papier, damit ihr ihn behutsam (und unfallfrei) auf selbige heben könnt.

Ich wünsche euch gutes Gelingen & lasst mich wissen, wie er euch geschmeckt hat! 🙂

Alles Liebe, eure Alexandra

*Ihr bekommt sie zum Beispiel von der russischen Marke „Dovgan“ in größeren Merkur Filialen (gleich bei den asiatischen und mexikanischen Produkten). Falls nur die nicht-karamellisierte Variante auf Lager ist, könnt ihr auch die nehmen und die Kondensmilch dann selbst karamellisieren. Dafür stellt ihr die Dose in einen Topf voll Wasser und köchelt sie gute drei Stunden, während ihr ab und zu etwas Wasser nachgießt (die Dose soll immer bedeckt sein). Aber wenn ihr die Wahl zwischen beiden Produktvarianten habt, würde ich immer zu bereits karamellisierten raten.  Denn auch wenn das Kochen an sich nicht so mühsam ist, das Reinigen des Topfes danach ist es sehr wohl (weil sich der Kleber des Dosenetiketts ziemlich hartnäckig mit eurem Topf verbindet). Außerdem halten die selbstkaramellisierten Dosen nicht so lange und bilden nach ein paar Monaten kleine, harte Zuckerkristalle (= nach wie vor essbar, aber die Konsistenz ist dahin :-/).

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