Torten & Törtchen

Blueberry Cheesecake Törtchen mit dem weltbesten Knusperkeksboden

Die kleinen Blueberry Cheesecake Törtchen beeindrucken mit brillanten Farben - dunkles lila in der Heidelbeerschicht, strahlendes weiß die Cheesecakemasse und sattes Hellbraun der Knusperkeksboden.

Es gibt Rezepte, die sind einfach zu gut, als dass man sie nicht immer wieder machen würde. Eines davon ist dieser Blueberry Cheesecake, den ich euch heute in Form vieler, kleiner Törtchen mitgebracht habe. Seit ich ihn vor ein paar Jahren bei Pinksugar entdeckt habe (der Beitrag dazu ist leider nicht mehr online), habe ich ihn bestimmt schon fünfzehn oder gar zwanzig Mal nachgemacht. Für manche von euch mag das vielleicht nach nicht viel klingen – aber, wenn man wie ich am liebsten neue Rezepte ausprobiert, dann ist zwanzig Mal dasselbe schon ein ganz zuverlässiges Zeichen dafür, dass es sich bei diesen Blueberry Cheesecake Törtchen um etwas ganz Besonders handelt. 😉

Was mir an ihnen so gut schmeckt und warum ich sie immer wieder gerne mache, ist ihr einzigartig guter Knusperkeksboden. Weiter unten findet ihr dann die zwei Geheimzutaten, die ihn so unvergleichlich köstlich machen. Aber jedenfalls ist er ganz schnell zusammengestellt – und hat absolutes Suchtpotenzial!

Ein weiter Grund, warum ihr diesen Blueberry Cheesecake am besten noch heute nachmachen solltet: er ist „no bake“; ihr braucht dafür also bei diesen Temperaturen keinen Ofen einschalten (und eure Küche dadurch unfreiwillig in eine Sauna verwandeln). Lediglich ein bisschen Platz im Kühlschrank ist von Vorteil, allerdings auch nicht sehr lange. Denn sobald eure Lieben vom Blueberry Cheesecake kosten durften, ist er in der Regel ratzfatz verputzt.

Im Vergleich zum Originalrezept habe ich übrigens die Gelatinemenge etwas angepasst, damit die Heidelbeerschicht besser ihre Form hält. Außerdem habe ich bei der Creme im Laufe der Zeit etwas Zucker weggelassen, dafür aber dem Knusperkeksboden ein kleines Bisschen mehr Butter gegönnt (Keine Sorge! Nicht, weil ich jetzt plötzlich Kalorien oder Zucker einsparen möchte, sondern einfach deswegen, weil er sich so leichter schneiden lässt ;-). Aber genug von den Details – jetzt geht’s zum Rezept!

Zutaten Knusperkeksboden

150g ganze Bio-Mandeln (mit Haut)

175g Bio-Butter

150g Leibnitz Butterkekse

75g brauner Zucker

Zubereitung Knusperkeksboden

Röstet für den Knusperkeksboden als erstes die 150g Mandeln in einer Pfanne bei mittlerer Hitze und ohne Fett (solange, bis es gut duftet). Wie lange? Bis es in eurer Küche unwiderstehlich nach gerösteten Nüssen duftet. Passt nur auf, dass die Mandelkerne nicht anbrennen (also lieber beim Herd stehen bleiben) und rührt sie nach zwei, drei Minuten einmal durch. Danach könnt ihr sie zum Auskühlen auf ein Schneidbrett kippen.

Während sie das tun, dürfen die 175 Gramm Butter in derselben Pfanne (bei niedriger Hitze) langsam schmelzen – und ihr könnt euch um die 150g Butterkekse kümmern. Diese kommen in ein kleines Tiefkühlsackerl (oder, für meine deutschen Leser, einen Gefrierbeutel) und werden dort mit einem Nudelwalker zerklopft, bis nur mehr feine Brösel übrig sind.

Gebt nun diese Keksbrösel zusammen mit den 75g braunen Zucker in eine Schüssel. Jetzt müsst ihr nur noch die Mandeln grob hacken und gemeinsam mit der geschmolzenen Butter in eure Rührschüssel leeren. Einmal durchrühren, bis alles gut angefeuchtet ist – fertig.

Okay, fast fertig… damit aus diesem verdammt leckeren, aber doch noch etwas unförmigem Keksgemisch unwiderstehliche Törtchen werden, brauchen wir ein paar Dessertringe – darin wird der Knusperkeksboden festgedrückt. Nehmt für dieses Rezept am besten 12 kleine Dessertringe (ø 7.5cm, h: 5cm) –  oder, wenn ihr die nicht zu Hause habt, einen größeren Tortenring mit 20cm Durchmesser und 8cm Höhe.

Stellt nun eure Dessertringe auf ein flaches, mit Backpapier belegtes Tablett oder irgendetwas anderes, worauf die Förmchen eben stehen können und das gut in euren Kühlschrank passt. Dann die Knusperkeksbodenmasse gleichmäßig auf die Ringe verteilen (ca. 40-45g pro Förmchen oder einfach nach Augenmaß 😉 und darin flachdrücken (z.B. mit einem Schnapsglas). Das Ganze soll relativ kompakt, aber nicht zu fest gedrückt werden – sonst würden sich die Törtchen nachher nicht mehr gut zerteilen lassen. Ist das geschafft, geht’s für die Förmchen ab in den Kühlschrank und wir können uns  um die Cheesecakemasse des Blueberry Cheesecakes kümmern.

Zutaten Cheesecake

500g Philadelphia Frischkäse Doppelrahmstufe

190g Bio-Vollmilchjoghurt (3,5% Fett)

130g Bio-Schlagobers

160g Feinkristallzucker

16g Vanillezucker (2 Packungen)

40g Bio-Zitronensaft (von einer großen Zitrone)

2g Bio-Zitronenzesten (ca. 1 TL)

7 Blatt Gelatine

Zubereitung Cheesecake

Dieser Cheesecake muss nicht gebacken werden; er ist also super schnell gemacht: einfach alle Zutaten (bis auf die Gelatine) so lange aufschlagen, bis das Schlagobers schön fluffig wird – etwa zwei bis drei Minuten.

Die Gelatine könnt ihr währenddessen fünf Minuten in kaltem Wasser einweichen und danach in einem kleinen Topf auf niedrigster Stufe schmelzen.

Damit sie nicht stockt, wenn ihr sie unter die kalte Frischkäsecreme rührt, müsst ihr die beiden Massen angleichen – also auf dieselbe Temperatur bringen. Nehmt dafür den Topf von der Hitze und rührt einen Esslöffel der Creme ganz schnell mit dem Schneebesen unter. Sobald alles gut verbunden ist, gebt einen weiteren Esslöffel dazu und rührt wieder alles glatt. Nach etwa sechs großzügig gegupften Esslöffeln sollte die Gelatine kalt genug sein, so dass ihr sie gefahrlos zu den restlichen Zutaten geben könnt. Gießt sie dafür langsam zur Creme und rührt diese währenddessen mit dem Mixer gut durch (den letzten Rest bekommt ihr am besten mit einem Spatel aus dem Topf).

Ist eure Creme fertig, wird sie gleichmäßig auf die Förmchen verteilt, glattgestrichen und etwa eine Stunde kaltgestellt.

Zutaten Heidelbeerschicht

560g Bio-Heidelbeeren

50g Feinkristallzucker

4 Blatt Gelatine

Zubereitung Heidelbeerschicht

Auch die Heidelbeerschicht ist bei dem Blueberry Cheesecake keine Hexerei. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist, die 560g Heidelbeeren mit den 50g Zucker und etwas Wasser (so 2-3 EL) aufzukochen und sie danach pürieren.

Und damit euch dieses Püree nicht von den Törtchen rinnt, kommen noch 4 Blatt Gelatine hinzu. Die wieder vorab fünf Minuten einweichen und dann zur etwas abgekühlten Heidelbeermasse dazugeben (ideal sind 50-55°C, denn wenn der Gelatine zu heiß wird, funktioniert sie nicht mehr).

Sobald sie sich aufgelöst hat, könnt ihr das Püree gut durchrühren und zum Abkühlen in eine Glasschüssel gießen. Wer’s eilig hat, stellt diese in kaltes Wasser und rührt immer mal wieder durch. Wer’s nicht eilig hat, wartet darauf, bis das Püree darin von selbst auf 30-35°C abkühlt (bzw. sich nicht mehr warm anfühlt).

Dann könnt ihr die Törtchen aus dem Kühlschrank holen und das Heidelbeerpüree gleichmäßig darauf verteilen. Zum Festwerden geht es dann noch ein letztes Mal in den Kühlschrank – etwa drei bis vier Stunden sollten reichen, gerne aber auch über Nacht. Ein letzter Tipp: wenn ihr die Törtchen mit frischen Heidelbeeren dekorieren wollt, empfiehlt es sich, sie nach etwa einer Stunde auf die Fruchtschicht zu setzen. Dann sinken sie nicht mehr ein, haften aber noch gut. Ich war diesmal leider etwas zu spät dran, weswegen mir die Beeren dann beim Fotografieren ständig runtergekugelt sind – aber gut, soll jetzt nichts Schlimmeres passieren. 😉

Jedenfalls müsst ihr eure Blueberry Cheesecake Törtchen dann nur noch aus den Dessertringen lösen, bevor ihr sie servieren könnt. Das gelingt am besten, wenn ihr sie mit einem Föhn von allen Seiten erwärmt, bis der Rand leicht zu glänzen beginnt – dann lässt sich der Ring in der Regel problemlos abziehen.

Ich würde mich super freuen, wenn ihr mir schreibt, wie euch die Törtchen geschmeckt haben. Wenn ihr sie nachgebacken (beziehungsweise in dem Fall ja eigentlich nach-nicht-gebacken ;-)) habt, schickt mir doch ein Bild.

Alles Liebe,

Eure Alexandra

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