Gugelhupfe & Kuchen

Ein wunderbarer Nutella Gugelhupf

Ein Nutellagugelhupf mit einem Sieb voll Staubzucker

Von all den Rezepten, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe, bedeutet mir dieses am meisten. Es ist der Lieblingsgugelhupf meines Großvaters. Vor allem aber ist es der erste Kuchen, an dessen Herstellung ich beteiligt war (Okay, eigentlich habe ich nur die Schüsseln ausgeschleckt und war zur moralischen Unterstützung in der Küche anwesend, aber erstens war ich damals drei Jahre alt und zweitens muss das hier ja jetzt keiner wissen… :-P). Man kann also sagen, es war Omas Nutella Gugelhupf, mit dem meine Backleidenschaft begann.

Was man aber viel eher darüber sagen sollte, ist, dass es der weltbeste Gugelhupf ist. Und nein, das ist nicht die (absolut unparteiische) Meinung einer Enkeltochter; dieser Kuchen hat einfach schon viel erlebt – und unter anderem einige hundert Testesser überzeugt. 😉

Zudem hat er alles, was man sich von einem Gugelhupf nur wünschen kann. Er ist super saftig und schmeckt selbst noch nach mehreren Tagen. Darüber hinaus ist er unkompliziert gemacht und bei Zubereitungsfehlern überaus nachsichtig. Nur sein Nutellagehalt liegt jenseits von Gut und Böse – aber eben der macht ihn so unverschämt lecker. Kurz: ich könnte mir keinen würdigeren Kandidaten für die Eröffnung meines Backblogs vorstellen und hoffe sehr, dass ihr ihn ausprobiert.  🙂

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Zutaten

100g Bio-Butter

100g Feinkristallzucker

16g Vanillezucker (2 Packungen)

6 Bio-Eidotter (ca. 95g)

200g Nutella

100g geriebene Bio-Haselnüsse

100g glattes Mehl

16g Backpulver (1 Packung)

6 Bio-Eiklar (ca. 240g)

Außerdem: Butter und Semmelbrösel (oder Mehl) für die Form, Puderzucker und Schlagobers zum Servieren

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Zubereitung

Damit der Kuchen gut gelingt, sollten Butter und Eier Raumtemperatur haben, also gebt beides eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank. Trennt die Eier am besten jetzt schon – das funktioniert im kalten Zustand nämlich deutlich leichter. Für die Dotter reicht eine kleine Schüssel, die Eiklar kommen in ein (unbedingt fettfreies) Gefäß, in dem ihr sie nachher auch aufschlagt.

Als nächstes den Ofen auf 160°C Heißluft vorheizen (Alternativ: 180°C Ober- und Unterhitze) und die Gugelhupfform* vorbereiten. Dafür bepinselt ihr sie erst mit weicher Butter und streut die Form daraufhin mit Semmelbrösel aus. Sobald alles gut bedeckt ist, umgedreht über der Abwasch ausklopfen und zur Seite stellen.

Dann 100g Butter, 100g Zucker und die 2 Packungen Vanillezucker etwa drei bis vier Minuten schaumig rühren. Danach jeden Dotter einzeln zur Butter-Zucker-Masse dazugeben und jeweils eine halbe Minute verrühren.

Die sechs Eiklar zu steifem Schnee schlagen. Achtet darauf, dass neben der Schüssel auch euer Mixer/Schneebesen komplett fettfrei ist – sonst wird der Eischnee nicht richtig fest.

Nun die 200g Nutella zur Butter-Zucker-Masse geben. Am einfachsten geht das, indem ihr das Nutella Glas auf eurer Waage platziert und einstellt, dass „0g“ angezeigt werden. Dann solange Nutella rauslöffeln und mit einem zweiten Löffel abstreichen, bis ihr bei „-200g“ angelangt seid. Dann wieder den Mixer einschalten und rühren, bis alles gut vermischt ist.

Im nächsten Schritt werden die Haselnüsse und etwa ein Viertel des Eischnees untergemixt. Danach nur noch 100g Mehl und die 16g Backpulver in einer kleinen Schüssel miteinander verquirlen (damit sich das Backpulver gut verteilt und euer Kuchen gleichmäßig aufgeht). Auf die Butter-Zucker-Masse leeren und den restlichen Schnee sanft darüber geben. Dann alles behutsam unterheben, damit möglichst viele Luftbläschen im Teig bleiben – so wird der Kuchen schön locker. Achtet darauf, dass keine sogenannten „Mehltaschen“ (= Ansammlungen von trockenen Zutaten) mehr im Teig sind und sich auch kein Mehl mehr am Boden der Schüssel versteckt.

Hat sich alles zu einem glatten Teig zusammengefunden, ist der Gugelhupf bereit für den Ofen. Füllt ihn in eure vorbereitete Form und streicht ihn noch schnell glatt. Außerdem empfiehlt es sich, Teigspritzer am Rand oder in der Mitte eurer Form mit etwas Küchenrolle abzuwischen – die stören sonst beim Aufgehen und beim Aus-der-Form-lösen.

Der Gugelhupf braucht etwa 45-50 Minuten im Rohr. Dass er fertig ist, erkennt ihr daran, dass sich der Teig etwas vom Rand gelöst hat und bei der Stäbchenprobe (= ein Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens stecken) keine Kuchenbrösel mehr kleben bleiben.

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Ist er soweit, darf er etwa eine viertel Stunde auf einem Kuchengitter oder einem umgedrehten Rost Platz nehmen – Hauptsache, er hat es unten luftig. Jetzt müsst ihr ihn nur noch stürzen (Teller oben drauf, schwungvoll umdrehen, einmal kräftig schütteln) und entweder komplett auskühlen lassen oder gleich verspeisen.

Besonders gut passen ein leichtes Puderzuckerhäubchen und Schlagobers dazu. Gut schmeckt aber auch die Variante meiner Oma: sie halbiert den Kuchen (den sie allerdings in einer Kranzform bäckt) und bestreicht ihn großzügig mit Marillenmarmelade. Serviert wird aber natürlich auch diese Version mit Schlagobers.

Ich wünsche euch gutes Gelingen! Lasst mich wissen, wie er geworden ist. 🙂

Alles Liebe,

Alexandra

*Ihr könnt aber auch eine Springform mit 26cm Durchmesser oder eine Kranzform nehmen…da ist der Kuchen nicht heikel. 😉

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2 Kommentare

  • Reply
    Maryrose Ginger
    6.08.2017 at 16:10

    Wow. That’s a great post. Thanks for sharing.

    • Reply
      Alexandra Ebert
      7.08.2017 at 08:32

      Dear Maryrose,

      thank you for reading and commenting on it. 😉 It’s always lovely to get some feedback & I’m happy to hear, that you liked this post. 🙂

      Best regards,
      Alexandra

    Ich freue mich auf deinen Kommentar! :)

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