Torten & Törtchen

Wenn Schokoladenträume wahr werden: Nutella Ferrero Rocher Torte

DIe Nutella Ferrero Rocher Torte ist mit Schokolade ummantelt. Seitlich rinnen die Schokoladentröpfchen der Glasur runter und oben ist die Torte mit Ferrero Rocher dekoriert, die auf hohen Schokotuffs einen Platz finden.

Erst knackt es kaum hörbar, als die feine Schokoglasur zerbricht, doch nur einen Augenblick später gleitet meine Gabel durch zartschmelzende Schokoladenbuttercreme und den luftig-lockeren Teig. Nun versuche ich noch etwas von der sündig guten Nutella-Mascarponefüllung mit den gerösteten Haselnussstückchen zu erwischen und probiere meinen ersten Bissen. Locker, saftig, knackig, cremig und, oh mein Gott, schmeckt das köstlich schokoladig! Ja, die Nutella Ferrero Rocher Torte hat sofort überzeugt. 😉

Zu verdanken habe ich sie dem Geburtstag meiner lieben Freundin Angelika. Die ist nämlich ein riesen Fan von meinem Schokoladentörtchen mit Himbeeren und Mascarponecreme und hat sich für ihre Geburtstagstorte etwas mit demselben Teig gewünscht. Entstanden ist dann diese Nutella Ferrero Rocher Torte – optisch inspiriert von der fantastischen Kayley von The Kitchen McCabe.

Der Anschnitt der Torte offenbart die köstliche Füllung: drei Schichten dunkler Schokoladenteig gefüllt mit Nutella-Mascarponecreme und gerösteten Haselnussstückchen.

Zutaten Schokokuchen

195g Bio-Butter

300g Feinkristallzucker

200g glattes Mehl

60g Valrhona Kakaopulver*

3g Salz (< ¾  gestr. TL)

7g Natron (~ 1.5 gestr. TL)

7g Backpulver (~ 1.5 gestr. TL)

75g Bio-Ei ohne Schale (von ~1.5 großen Eiern)

165g Bio-Buttermilch

12g Vanilleextrakt (~3 TL)

135g kochendes Wasser

Außerdem: Butter und gewöhnlicher Backkakao für die Formen

Zubereitung Schokokuchen

Heizt das Backrohr auf 150°C Ober- und Unterhitze vor und legt drei 15cm-Förmchen mit je einem Kreis Backpapier aus, bevor ihr sie mit weicher Butter bestreicht und mit Kakao ausstaubt. Nun noch den Überschuss ausklopfen und die Formen beiseitestellen. (Tipp: damit die Butter für die Schokoladenbuttercreme schön weich wird, nehmt sie am besten schon jetzt aus dem Kühlschrank.)

Beginnt dann damit die 195g Butter bei mittlerer Hitze zu schmelzen und – sobald das passiert ist – abkühlen zu lassen. Währenddessen könnt ihr die trockenen Zutaten vorbereiten. Dafür 300g Feinkristallzucker, 200g Mehl, 60g Kakaopulver, 3g Salz und je 7g Backpulver und Natron in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen gut verrühren (damit sich Backpulver und Co. gleichmäßig verteilen).

In einer zweiten großen Schüssel kommen (fast) alle flüssigen Zutaten zusammen. Dafür zuerst die Eier abwiegen. Das gelingt am leichtesten, indem ihr zwei Eier in einer kleinen Schüssel gut verquirlt, eine große Rührschüssel auf eure Küchenwaage stellt und die benötigten 75g dazu gießt. Des Weiteren kommen noch 165g Buttermilch, 12g Vanilleextrakt und die mittlerweile ausgekühlte Butter dazu. Verrührt alles kurz mit einem Schneebesen und wiegt dann 135g Wasser ab. Die kommen allerdings noch nicht in die Schüssel, sondern zuerst in den Wasserkocher (oder einen kleinen Topf), den ihr zu diesem Zeitpunkt auch schon aufdrehen könnt.

Während das Wasser kocht, siebt die trockenen zu den flüssigen Zutaten und verrührt alles kurz (also: bis keine trockenen Stellen mehr im Teig sind, aber nicht länger) mit dem Schneebesen. Das Sieben ist übrigens ein essentieller Schritt, damit der Kuchen gleichmäßig hochbäckt und ihr keine Kakaoklümpchen in eurem Teig habt – also bitte nicht weglassen. 😉

Nun sollte das Wasser heiß sein und ihr könnt es in einem dünnen Strahl und unter ständigem Rühren zum Teig dazu gießen. Sobald alles gut vermischt ist, kommt je ein Drittel des Teiges (das wären circa 370-385 Gramm) in eine der vorbereiteten Formen und alle zusammen in den vorgeheizten Ofen.

Der Kuchen braucht etwa 30 Minuten, aber da jeder Ofen anders ist, achtet darauf, ob er sich leicht vom Rand gelöst hat und ob bei der Stäbchenprobe nichts an einem Holzstäbchen kleben bleibt. Sobald er fertig ist, nehmt die Formen aus dem Rohr und lasst sie einmal kraftvoll (aus gut 15cm Höhe) auf eure Arbeitsfläche fallen. Das mag vielleicht ungewöhnlich klingen, hilft aber dabei, dass sie nach dem Backen nicht zusammenfallen. Zum Auskühlen kommen sie dann auf einen umgedrehten Rost oder ein Kuchengitter und können nach gut einer Stunde aus ihren Formen befreit werden.

Zutaten Nutella-Mascarponecreme

200g ganze Bio-Haselnüsse

100g Schokolade (60-70%)

200g Nutella

200g Mascarpone

Zubereitung Nutella-Mascarponecreme

Bei der Füllung der Nutella Ferrero Rocher Torte beginnt damit, die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze zu rösten, bis sie gut duften. Dann grob hacken und zum Abkühlen beiseitestellen.

Für die Nutella-Mascarponecreme werden zuerst 100g Schokolade über Dampf (oder im Wasserbad) geschmolzen und währenddessen die 200g Nutella und die 200g Mascarpone mit dem Mixer verrührt. Sobald die Schokolade etwas abgekühlt ist, könnt ihr auch diese unterrühren und die Creme bis zur Verwendung kaltstellen.

Zutaten Schokoladenbuttercreme

180g Bio-Eiweiß (5-6 Eier)

500g Rohrohrzucker

700g weiche Bio-Butter

4g Vanilleextrakt (~1 TL)

40g Valrhona Kakaopulver

Zubereitung Schokoladenbuttercreme

Da die Basis dieser Buttercreme Eischnee ist, ist der erste und wichtigste Schritt in der Zubereitung, alles fettfrei zu bekommen. Denn stabil wird Eischnee nur, wenn er nicht mit Fett in Kontakt kommt. Schnappt euch deswegen ein Tuch mit etwas Essig und wischt eine hitzebeständige Rührschüssel, die Schüssel eurer Küchenmaschine (falls vorhanden; wenn ihr mit dem Handmixer arbeitet, reicht eine Rührschüssel), einen Küchenspatel und den Schneebesenaufsatz eurer Küchenmaschine (oder eures Handmixers) gründlich damit ab.

Gebt dann 180g Eiweiß und 500g Rohrohrzucker in die hitzebeständige Schüssel und stellt diese auf einen kleinen Topf, der ein paar Zentimeter mit Wasser gefüllt ist. Achtet dabei darauf, dass die Schüssel das Wasser nicht berührt. Nun den Herd auf mittlerer Stufe stellen und die Ei-Zuckermasse auf 70°C erhitzen. Damit das Eiweiß sich dabei nicht anlegt und ihr am Ende mit einer süßen Eierspeise dasteht, unbedingt ständig umrühren. Am besten, ihr nehmt dafür einen hitzebeständigen Küchenspatel statt – wie üblich – einem Schneebesen, denn so habt ihr den Schüsselrand (also die Stelle, die eurem Eiklar besonders gefährlich wird) besser unter Kontrolle.

Sobald ihr die 70° erreicht habt und keine Zuckerkörnchen mehr zu spüren sind, wenn ihr etwas von der Flüssigkeit zwischen euren Fingern verreibt, könnt ihr die Masse von der Hitze nehmen. Im nächsten Schritt geht es ab in die Küchenmaschine, in der die Ei-Zuckermasse erst auf mittlerer Geschwindigkeit circa drei Minuten aufgeschlagen wird. Danach könnt ihr die Küchenmaschine auf höchste Stufe stellen und den Eischnee so lange damit aufschlagen, bis die Schüssel sich außen nicht mehr warm anfühlt. Ich überprüfe auch gerne mit einem Thermometer, ob der Eischnee selbst Raumtemperatur angenommen hat; denn wenn er noch zu warm ist und ihr die Butter zu früh dazugebt, endet das Buttercremevorhaben in einer eher flüssigen Angelegenheit. Alles in allem dauert der Prozess etwa 10 Minuten – mit einem Handmixer oder wenn man, so wie ich, eine Rührschüssel hat, die einmal gewonnene Wärme partout nicht mehr abgeben möchte, auch erheblich länger.

Sind Eischnee und Schüssel ausgekühlt, könnt ihr auf den Schneebesen durch den Flachrührer (oder auch „das Paddle-Attachement“) ersetzen, den Mixer auf niedrige Geschwindigkeit stellen und stückchenweise die Butter dazugeben. Die schlagt ihr dann so lange auf, bis die Buttercreme eine glatte, glänzende Struktur aufweist. Sollte das ganze nach 5-8 Minuten immer noch eher nach Eierspeise, denn nach samtweicher Buttercreme aussehen, war irgendeine der Komponenten zu warm. Packt in dem Fall die Schüssel gut 15 Minuten in den Kühlschrank und schlagt sie danach weiter auf, bis die Konsistenz stimmt (ggf. kann auch ein zweiter Durchgang dieses Schrittes notwendig sein). Ist die Buttercreme so weit, werden noch das Vanilleextrakt und der unbedingt gesiebte Kakao untergerührt (einfach löffelweise dazugeben) und eure Creme ist fertig. 🙂

Wichtig: Im Gegensatz zur Nutellacreme sollte die Buttercreme vor der Verarbeitung nicht in den Kühlschrank – sonst wird sie zu hart, um die Torte damit einstreichen zu können. Lasst sie also – mit Frischhaltefolie abgedeckt – bei Raumtemperatur stehen, bis ihr sie benötigt. Außerdem könnt ihr schon jetzt etwa ein Fünftel der Buttercreme in eine andere Schüssel geben, denn die braucht ihr später für die Schokotuff-Verzierung.

Zusammenbauen der Nutella Ferrero Rocher Torte

Löst die drei Tortenböden mit einem stumpfen Messer aus ihren Formen und begradigt alle drei. Dann einen Tortenboden auf eine Tortenplatte stellen und mit der Hälfte der Nutella-Mascarponecreme bestreichen. Darauf die Hälfte der gehackten Haselnüsse verteilen, den zweiten Kuchenteig aufsetzen und leicht andrücken. Wieder mit Nutella-Mascarponecreme und Nüssen füllen und den letzten Boden so aufsetzen, dass die Unterseite obenauf liegt (die ist nämlich meistens glatter und gerader als die Seite, die man mit dem Messer bearbeitet hat).

Nun mit einer dünnen Schicht Buttercreme bestreichen und die Torte in den Kühlschrank stellen. Dieser sogenannte Crumb Coat dient dazu, dass alle Kuchenkrümel in dieser dünnen Schicht Buttercreme gefangen sind und später nicht mehr bei der fertig dekorierten Torte durchblitzen. Nach etwa 30 Minuten in der Kühlung könnt ihr sie mit einer finalen Schicht Buttercreme überziehen und dabei die Ränder möglichst glattstreichen. Wer nicht genau weiß, wie das alles gelingt, schaut sich am besten dieses Video an (ab Minute 1:45).

Seid ihr mit dem Ergebnis zufrieden, kommt die Nutella Ferrero Rocher Torte etwa 20 Minuten in den Tiefkühler. Das ist wichtig, damit die Schokotröpfchen der Glasur am Rand der Torte stocken und nicht bis ganz nach unten fließen.

Zutaten Glasur und Dekoration

125g Schokolade (60-70%)

40g Bio-Butter

10-12 Ferrero Rocher

Zubereitung Glasur und Fertigstellung der Torte

Für die Glasur 125g Schokolade gemeinsam mit den 40g Butter schmelzen, glattrühren und auf etwa 30-35°C abkühlen lassen.

Dann in einen Spritzbeutel füllen und die Torte aus dem Tiefkühler holen. Für die Tropfendeko den Spritzbeutel an der Spitze aufschneiden (ein paar Millimeter reichen) und oben am Rand der Torte vereinzelt Schokotropfen platzieren und an der Seite runterlaufen lassen. Zum Schluss die Oberfläche der Torte mit Glasur versehen und gegebenenfalls mit einer Palette glattstreichen.

Sobald die Glasur etwas getrocknet ist, könnt ihr die aufgesparte Buttercreme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und die Torte damit garnieren. Für ein bisschen mehr Höhe habe ich jeweils zwei Schokotuffs übereinander gesetzt und dann je ein Ferrero Rocher sanft darauf angedrückt.

Die fertige Torte muss unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden und 30-60 Minuten vor dem Verzehr wieder rausgenommen werden. Dadurch gebt ihr der Buttercreme die Chance, Raumtemperatur zu bekommen – was diese mit besonders köstlicher, samtigweicher Konsistenz belohnt. 😉

Lasst euch die Nutella Ferrero Rocher Torte wunderbar schmecken und genießt noch euren restlichen Sonntag!

Alles Liebe,

eure Alexandra

*Warum Valrhona- oder ein anderes dutch-processed Kakaopulver  für diesen Kuchenteig wichtig ist, habe ich in diesem Beitrag hier erklärt.

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2 Kommentare

  • Reply
    cookingCatrin
    25.05.2017 at 22:30

    Wow – was für ein Tortenhammer!!! Ganz, ganz großartig – und das nur zu sprechen von den Bildern. Wenn ich an die Geschmack erst denke…

    Echt perfekt!

    Lasse dir liebe Grüße da.
    Catrin von http://cookingcatrin.at/

    • Reply
      Alexandra Ebert
      31.05.2017 at 23:25

      Liebe Catrin,

      tausend Dank für das Kompliment – freu mich sehr, über deine lieben Worte!

      Alles Liebe,
      Alexandra

    Ich freue mich auf deinen Kommentar! :)

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